Kollektion

Atelier Franziska Uhl

  • Germany
  • Indie Dyer
Über die Marke

11 Produkte

Editorial

Warum wir Atelier Franziska Uhl führen

Franziska Uhl färbt Garne. Aber das ist nur die Beschreibung des Werkzeugs. Die Arbeit dahinter ist eine künstlerische Praxis – und das Garn ist der Träger, nicht der Anfang.

Eine künstlerische Praxis

Franziska Uhl ist studierte Künstlerin. Sie macht Grafiken, Skulpturen, textile Arbeiten – und Garne. Das Färben ist Teil dieser Praxis, keine separate Disziplin. Diese Unterscheidung ist nicht akademisch. Man sieht sie, wenn man die Färbungen anschaut: Es sind keine Strangfarben, die zufällig auf Garn gelandet sind, sondern Kompositionen, die ihre Form auf einem Garn finden. Was Künstlerinnen tun – Material lesen, Material formen, lange genug an einem Bild bleiben –, taucht im Garn auf als Vielschichtigkeit, als Detail, als Reduktion auf das, was tragen muss.

Auflagen wie in der Kunst

Jeder Hand-Dyer hat eine Handschrift. Wer sich länger mit handgefärbten Garnen beschäftigt, erkennt zunehmend, aus welchem Atelier ein Strang stammt – auch ohne Etikett. Franziskas Handschrift ist auch unter Hand-Dyern besonders eigen. Wie in der Kunst gibt es bei ihr Auflagen verschiedener Größe: Programm-Färbungen, die im Sortiment bleiben. Limitierte Editionen von wenigen Strängen. Und Unikate, die einmal entstehen und nie wieder. Das Only One-Konzept ist nicht Marketing, es ist Konsequenz: Wenn eine Färbung als eigene Komposition gedacht ist, wäre die Reproduktion ein Bruch.

Meisterschaft im Detail

Es gibt Aspekte des Färbens, die nur Profis bemerken. Rot und Schwarz sind im Färben notorisch heikel – beim ersten Waschen neigen sie dazu, in benachbarte Bereiche auszuwandern. Wer Garne kreiert, in denen Rot, Schwarz und Weiß im selben Strang sitzen, geht ein Risiko ein. Franziska tut das regelmäßig. Bei ihr passiert nichts: keine Wolke im weißen Becken, kein Auswandern in die hellen Stellen. Genau so soll es aussehen – und genau das ist das Schwierige. Es sieht nach nichts aus, weil sehr viel dahintersteckt.

Eine gemeinsame Praxis

Atelier Franziska Uhl färbt nicht ausschließlich für uns. Aber einige Färbungen – und einige Qualitäten – gibt es nur bei BONIFAKTUR. Das ist keine Marktstrategie, das ist die Form, die ein Teil unserer Zusammenarbeit gefunden hat. Darüber hinaus entstehen manche Garne als gemeinsames Projekt – Cheeky Merino, Sometimes Life Zigzags –, bei denen wir Farb-Idee und Konzept zusammen entwickeln. Das ist ein Verhältnis, das es im Garnsegment selten gibt. Es macht aus Vertrieb eine Verbindung.

Wer ein Atelier-Franziska-Uhl-Garn auf der Nadel hat, strickt mit etwas, das schon Werk war, bevor es Strang wurde.